Museum der Fotografie Görlitz e.V.
Das Fotomuseum Görlitz
Auf einer Tafel am Haus
Löbauer Straße 7 steht geschrieben:
In diesem Haus gründeten 1891 die Herren Ernst Herbst & Firl
ihr "Centralmagazin für Photographenbedarf - Fabrik für photographische
Apparate" - später Ernemann Werke AG.
Mit den Büsten von Daguerre, Niepcé und Talbot ehrten
sie
die Erfinder der Fotografie.
Von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an bis 1991gab es
in Görlitz eine bedeutende fotografische Industrie. Heute wird
die 1837 erfundene Technik der Fotografie von digitalen Aufnahmeverfahren
abgelöst. Die Gesellschaft für das Museum
der Fotografie zeigt Zeugnisse dieser Entwicklung.
Um das Jahr 1900 war Görlitz neben Berlin und Dresden der bedeutendste
Ort Deutschlands für die aufkommende Fotoindustrie.
Kunsttischler der Stadt begannen mit der Herstellung "Photographischer
Apparate".
Schon 1881 steht die Firma "Paul Dittrich & Co.- Fabrik
Photographischer Apparate" im Handelsregister.
Viele Andere sollten nun folgen und mehr oder weniger erfolgreich arbeiten. Zu
den Erfolgreichsten gehörten die Firmen von "Curt Bentzin -
Werkstätte für photographische Apparate", "Mlitz & Krügler
- Photographische Kunsttischlerei", "Robert Reinsch - Neue
Görlitzer Kamerawerke" und natürlich die Firma des Optikers Hugo Meyer,
die unter der Firmenbezeichnung "Meyer-Optik " hochwertige
Objektive für alle Welt herstellte .
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Eine Primarflex II aus der Werkstatt Curt Bentzin |
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Die Globica II - eine Studiokamera für professionelle
Fotografen Hersteller "VEB Neue Görlitzer Kamerawerke" vorm. Robert Reinsch |
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| aus einem Werbeprospekt der Firma Meyer -Optik | die Kameras der Praktica Reihe waren ausgerüstet mit
Objektiven aus dem "VEB Feinoptisches Werk Görlitz" |
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| Unsere Sammlung "carte de visit" beginnt bereits 1862 |
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Ein besonderes Verhältnis zu Fotografie hatte die Firma "Kammler - Lederwaren Görlitz". Seit den 1930-er Jahren stellte diese Firma Fototaschen, Objektivköcher und -deckel, aber auch Balgen für Großformatkameras her.
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| Diese Reprokamera wurde zwischen 1899 und 1903 bei der Heinrich Ernemann AG, Herbst & Firl Görlitz hergestellt. 3,50 Meter lang und 1,80 Meter hoch steht sie jetzt, dank der großzügigen Spende eines Hamburger Unternehmers, wieder dort, wo sie einst hergestellt wurde. |
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| Unsere Kleinste hier im Vergleich mit einer Kleinbild-Filmkassette |
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Eine amerikanische Reisegruppe machte Station in
Görlitz und besuchte unser Museum. Sie stellten sich als Nachkommen des
Gottfried Herbst und seiner Frau Susanna vor, und genau dieser Gottfried war ein
Bruder des Ernst Herbst, der zusammen mit Heinrich Firl 1878 eine
Kunsttischlerei und dann 1889 eine "Fabrik photographischer Apparate"
gründete und betrieb. Sie übergaben dem Museum eine "Familienchronik
der Familie Herbst", die nun bei uns einzusehen ist.
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