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Camera & Photo — Geschichte und Geschichten

Technisches

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Geschichte und Geschichten…

Die Penti-Story

Im Jahre 1958 kam eine neue Kleinbildkamera auf den ostdeutschen Markt, klein, handlich, golden eloxiertes Aluminiumgehäuse und der Grundkörper in verschiedenen Farben.

Die "Orix" aus den Welta-Kamerawerken Freital.

Bereits 1956 von Walter Hennig bei Zeiss-Icon in Dresden konstruiert, ein Negativ-Halbformat 18x24 mm, ein Pronto-Verschluß mit bereits bis 1/125 sec Belichtungszeit und einem Objektiv Trioplan 3,5/30 der Firma Meyer-Optik Görlitz.

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Ein Jahr später wurde aus der "Orix" die "Penti".
1961 wurde die Gehäuseform geändert. Außerdem bekam die Kamera als Objektiv jetzt ein "Meyer-Domiplan 3,5/30" und einen Selen-Belichtungsmesser mit Nachführzeiger im Durchsicht-Leuchtrahmensucher.
Sie hieß jetzt schon "Penti II"

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1963 kam, äußerlich baugleich, die "Penti I" als vereinfachte Version ohne Belichtungsmesser auf den Markt.

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Als Film kam die SL-Kassette (Schnell-Lade-Kassette) mit ca. 70 cm Filmmaterial als SW- oder Negativ-Color oder als Dia-Film zum Einsatz. Das war ausreichend für 24 Bilder.
Der Film wurde von einer Kassette in die andere transportiert, ein Rückspulen des belichteten Films war also nicht notwendig.

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Das Besondere bei der "Penti" war der Aufzug, der mit dem Filmtransport gekoppelt war. Nach dem Auslösenschnellte links aus dem Kameragehäuse ein Stift hervor. Durch wieder hineindrücken des Stiftes wurde der Film weitertransportiert, die Sperre gegen Doppelbelichtungen wurde entriegelt und der Verschluß war wieder gespannt.

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Als Zubehör gab es eine Gegenlichtblende, Filter für SW-Fotografie, verschiedene Vorsatzlinsen für Nahaufnahmen bis 30 cm, Kamerataschen in Leder in verschiedene Farben oder als Täschchen für das Handgelenk.

Die "Penti" wurde bis 1977 produziert.

 

Quellen: "Photo-Deal", Penti-Schule von Werner Wurst
Bilder Fotomuseum Görlitz